georgios kasassoglou
(1908-1984)

 

Μητέρα μεγαλόψυχη

Mitéra megalópsichi (Barmherzige mutter gottes)
Musik: Georgios kasassoglou
Text: Dionysios Solomos

Das Gedicht "Barmherzige Mutter Gottes" (Μητέρα μεγαλόψυχη) ist ein Fragment aus dem unvollendetem Epos "Die Freien Belagerten" (griechisch: Οι Ελεύθεροι Πολιορκημένοι, Oi Eleftheroi Poliorkimenoi), geschrieben von Dionysios Solomos und inspiriert von der dritten Belagerung von Missolonghi (1825–1826), ein entscheidender Konflikt des griechischen Unabhängigkeitskrieges. Das Gedicht "Freie Belagerte"gilt als eins der größten Werke von Solomos, der als Nationaldichter Griechenlands gilt.

 

Am 15. April 1825 erfolgte die Invasion Ottomanischen Armeen in Zentral-Griechenland: Sie belagerten die Stadt Missolonghi ein drittes Mal. Die Verteidiger schafften es jedoch, die Stadt fast ein Jahr lang zu verteidigen, aber eine Reihe von Faktoren wie die zahlenmäßig überlegene Stärke der Osmanen, die anhaltenden Angriffe und der Mangel an Nahrungsmitteln und anderen Vorräten veranlassten sie, in der Nacht von 10. April 1826 einen heldenhaften Exodus zu begehen.

Der Text

Der Dichter wendet sich an die Gestalt einer Göttin, die er "Barmherzige Mutter" nennt (es ist Panagia, die Mutter Gottes), deren "Kinder" begnadet sind, weil sie ihr oft im Wald begegnen. Aber ausgerechnet in jener schwierigen Zeit sind ihre Schritte und ihre Stimme nicht zu hören. Er hätte so dirngend ihren Rat an dem griechischen Volk benötigt, wo nun zu jener Zeit nur schwarzer Stein und getrocknetes Gras zu finden war.

GR

Μητέρα, μεγαλόψυχη στον πόνο και στη δόξα,

Κι αν στο κρυφό μυστήριο ζουν πάντα τα παιδιά σου

Με λογισμό και μ’ όνειρο, τι χάρ’ έχουν τα μάτια,

Τα μάτια τούτα, να σ’ ιδούν μες στο πανέρμο δάσος,

Που ξάφνου σου τριγύρισε τ’ αθάνατα ποδάρια

(Κοίτα) με φύλλα της Λαμπρής, με φύλλα του Βαϊώνε!

 

Μητέρα, μεγαλόψυχη στον πόνο και στη δόξα,

Το θεϊκό σου πάτημα δεν άκουσα, δεν είδα,

Ατάραχη σαν ουρανός μ’ όλα τα κάλλη πόχει,

Που μέρη τόσα φαίνονται και μέρη ‘ναι κρυμμένα·

Αλλά, Θεά, δεν ημπορώ ν’ ακούσω τη φωνή σου,

Κι ευθύς εγώ τ’ Ελληνικού κόσμου να τη χαρίσω;

Δόξα ‘χ’ η μαύρη πέτρα του και το ξερό χορτάρι.

 

DE

Barmherzige Mutter in Schmerz und Herrlichkeit,

Und wenn Deine Kinder immer mit Vernunft und Traum

im verborgenen Mysterium leben,

Welch eine Freude für diese Augen,

die Dich im weiten Wald sehen,

Wo deine unsterblichen Fußspuren zu finden sind.

(Schau) geschmückt mit Palmzweigen des Osterfestes!

Barmherzige Mutter in Schmerz und Herrlichkeit ,

Deine göttlichen Schritte habe ich nicht vernommen,

und nicht gesehen. Friedlich wie der Himmel mit all seinen Gaben,

Wo so viele sichtbare und auch versteckte Orte sind;

Aber, Göttin, ich kann deine Stimme nicht hören,

Und was soll ich der griechischen Welt schenken?

Zu deren Ruhm bleibt ihm nur schwarzer Stein und getrockenes Gras.

Das Lied

Biographie von
Georgios Kasassoglou
Biographie von
Dionysios Solomos
Die Noten

Georgios Kassasoglou ist ein GEMA-geschützter Komponist, da noch nicht 70 Jahren seit seinem Tod vergangen sind.

Alle Noten sind beim Verlag JMK erhältlich. Website:

www.jmk-verlag.de

Martha Sotiriou Portrait.jpg
Martha Sotiriou, Mezzosopran
Dionysis Pantis, Klavier